Unternehmer, die sich zunehmend als Globalplayer positionieren möchten, müssen ihre kaufmännischen Abteilungen rechtzeitig und konsequent auf den Wettbewerb im internationalen Maßstab ausrichten. Die Rahmenbedingungen für eine adäquate Berufsausbildung sind nun geschaffen ab August starten die ersten Außenhandelsqualifizierungen für Kaufleute im Groß- und Außenhandel.
Durch die Spezialisierung von Mitarbeitern auf den Außenhandel schaffen sich Unternehmer die nötigen personellen Ressourcen, um sich im internationalen Umfeld behaupten und Wettbewerbsvorteile verschaffen zu können. Denn die Auszubildenden erwerben neben den allgemeinen kaufmännischen Grundkenntnissen auch spezielle Fertigkeiten in den Bereichen Außenhandelsgeschäfte und Auslandsmärkte.
Während der zweijährigen Ausbildung lernen die Jugendlichen, die Angebots- und Nachfragesituation richtig einzuschätzen, das Ermitteln von Absatzchancen sowie das Kommunizieren mit in- und ausländischen Geschäftspartnern in English oder einer weiteren Fremdsprache.
Weitere Bestandteile der Ausbildung sind die Vorschriften des Außenwirtschafts- und Zollrechts, der Währungs- und Devisenbestimmungen sowie die außenhandelsspezifischen Zahlungsbedingungen, insbesondere das Anwenden von Akkreditiven.
Die für den internationalen Handel üblichen Warendokumente und Zollpapiere werden beschafft, erstellt und geprüft, die Transportmittel und Transportwege im internationalen Warenverkehr unter Berücksichtigung von Transport- und Lagerfähigkeit, Pflege, Behandlung und Verpackung der Waren ausgewählt. Der Azubi bearbeitet fremdsprachige Warendokumente, Offerten, Angebote und bereitet Ein- und Verkaufsverträge für seinen Ausbildungsbetrieb vor. Ergänzt werden die kaufmännischen Fertigkeiten durch den Erwerb von speziellen Kenntnissen über Waren. Eine fundierte Ausbildung in all diesen Bereichen ist für die Firmen im Außenhandel ein Garant für gute, fähige Mitarbeiter.
Burghard-Ulrich Körlin
IHK Frankfurt, Aus- und Weiterbildung
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